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Der SV Heimstetten spielt auch kommende Saison in der Regionalliga Bayern

Nur wenige Minuten, bevor im Heimstettner Sportpark die Steine von den Herzen plumpsen, der Jubel ausbricht, die roten Kicker des SVH wie Flummis über den Rasen hüpfen und sich von den Heim-Fans feiern lassen – kurz zuvor also schickt der FV Illertissen noch mal eine Flanke in den gegnerischen Fünfmeterraum. Dort kommt Goson Sakai völlig frei zum Kopfball und kann, ja vielleicht sogar muss beim Stand von 1:0 für Heimstetten den Ausgleich markieren.

„In der Vorrunde hätten wir uns in so einem Spiel sicher noch das 1:1 gefangen – und womöglich auch noch das 1:2“, wird Roman Lange später sagen, der Co-Trainer des SVH. Seinerzeit steckte seine Mannschaft in einem gruseligen Negativlauf aus neun Niederlagen in Serie. Doch seit Beginn des neuen Jahres läuft es wieder rund beim SV Heimstetten, der zuletzt gar vier Heimsiege am Stück geholt hat – „auch, weil wir in der einen oder anderen Szene das nötige Quäntchen Glück haben“, wie Trainer Christoph Schmitt gesteht.

Fast schon folgerichtig segelt dann auch Sakais Kopfball in der 91. Minute des Heimspiels gegen Illertissen haarscharf über die Querlatte hinweg. Kurz darauf ist Schluss, der dritte Heimstettner Dreier in Serie eingefahren und vor allem: Zwei Spiele vor Ende dieser Saison sichert sich der SVH vorzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga. „Das war Erleichterung pur“, sagt Schmitt über seine Gefühlswelt nach dem Abpfiff. „Die Anspannung vorher war schon sehr groß. Jetzt sind wir einfach nur glücklich.“

Als entscheidend für das Duell gegen den FV Illertissen erweist sich dabei einmal mehr jener Schlüssel, mit dem die Heimstettner schon seit Wochen die Türen zu Punkten und Siegen aufsperren – nämlich ein „leidenschaftliches Verteidigen“, wie es Schmitt formuliert. Zwar kommen die Gäste aus Schwaben hier und da zu Chancen, insgesamt aber steht die Deckung des SVH über 90 Minuten auch diesmal sehr sicher. Auf der anderen Seite reihen die Gastgeber in einem ausgeglichenen Match ebenfalls nicht gerade Möglichkeit um Möglichkeit aneinander. Doch im entscheidenden Augenblick schlägt Heimstetten zu – mithin der zweite Faktor, weshalb das Team zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten geholt hat.

Ausgangspunkt des goldenen Treffers in der 60. Minute ist ein Ballgewinn von Kapitän Lukas Riglewski, der die Kugel zu Ensar Skrijelj befördert. Dieser nimmt sich von der Strafraumgrenze aus ein Herz, zieht ab und setzt das Spielgerät trocken ins linke untere Eck – zum 1:0, sein sechstes Saisontor. Wenig später hätte der Angreifer noch einen zweiten Treffer nachlegen können, was für die Nerven von Schmitt und seinem Trainerteam sicher heilsam gewesen wäre. So jedoch müssen die Heimstettner bis zum Schluss zittern und noch eine späte Großchance des FVI überstehen, ehe sie mit ihren Fans die Aufstiegsparty noch auf dem Rasen einläuten.https://18cd03c77a6fa203af65c8ccf95f72b6.safeframe.googlesyndication.com/safeframe/1-0-38/html/container.html

„Gerade wenn man die finanziellen Möglichkeiten des SV Heimstetten sieht, dann ist es sensationell, was wir da geleistet haben“, lobt Trainer Christoph Schmitt, dessen Mannschaft nun also ein weiteres Jahr in der vierthöchsten Spielklasse antreten wird. Das Erreichen des Saisonziels feiern die Heimstettner nach dem Abpfiff noch laut, leidenschaftlich und lange. Er selbst habe sich irgendwann „rechtzeitig verabschiedet“, berichtet Schmitt. Bei seinen Spielern hingegen hätte die Party noch angedauert. „Aber das“, betont der Coach, „haben sich die Jungs auch verdient“.

Quelle: FuPa

Zu den Video-Highlights: SV Heimstetten – FV Illertissen


SV Heimstetten – FV Illertissen 1:0 (0:0)

SVH: Knauf, Günzel, Micheli, Steimel (86. Gebhart), Sengersdorf (47. Fambo), Mwarome, Awata, Tunc (90. Kovacevic), Riglewski, Nappo (77. Müller), Skrijelj (80. Reuter)

Tore: 1:0 Skrijelj (60.)

Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier (TSV Altfraunhofen) – Zuschauer: 220

Bildergalerie: (Sven Leifer)

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