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Heimstetten lag zweimal in Führung, verliert dennoch unglücklich

Kurz vor Beginn der zweiten Hälfte kommen Sandro Wagner und Haris Cerovac als letzte aus den Katakomben. Weil’s gleich losgehen soll, eilen der Trainer der SpVgg Unterhaching und der Betreuer des SV Heimstetten nun nebeneinander über den Rasen, sodass die Situation frappierend an ein Sprintduell erinnert. Und in diesem hat tatsächlich erst Cerovac die Nase vorne, ehe auf den letzten Metern der Ex-Profi Wagner doch noch vorbeizieht.

Diese Szene ist ein Stück weit symptomatisch für die 90 Minuten auf dem Rasen. Denn gegen den Regionalliga-Tabellenführer und haushohen Favoriten aus Unterhaching schlägt sich der SVH mehr als wacker, liegt zweimal in Führung und schnuppert am Überraschungscoup. Am Ende jedoch verliert Heimstetten mit 2:3 und kassiert somit die dritte Niederlage im vierten Spiel.

Vor 1750 Zuschauern schickt SVH-Trainer Christoph Schmitt die gleiche Startelf ins Rennen, der vier Tage zuvor beim 5:2 gegen Aschaffenburg ihr erster Sieg geglückt ist. In diesem Spiel bestachen die Heimstettner vor allem durch gnadenlose Effizienz, und genau daran knüpfen sie auch im Hachinger Sportpark zunächst nahtlos an. So setzt Lukas Riglewski nach neun Minuten die Kugel aus zwölf Metern genau durch die Beine des Keepers ins Netz. Seinem 1:0 ist jedoch ein kapitaler Bock eines Verteidigers vorausgegangen, der Riglewski das Tor quasi auf dem Silbertablett serviert hat.

Nun liegt der Außenseiter also vorne, worauf kurzzeitig auch die immerhin fast 50 Hoaschdenga Buam auf der Tribüne die akustische Oberhand im Stadion erlangen. Doch schon kurz darauf dominiert wieder der Schlachtgesang der Heim-Fans – insbesondere, nachdem ihr Team nach einer feinen Ballstafette den Ausgleich durch Boipelo Mashigo erzielt hat. Doch der SVH reagiert keineswegs geschockt – im Gegenteil: Nach einer halben Stunde bringt Mohamad Awata die Gäste durch einen famosen Flachschuss erneut in Führung. Und weil der Favorit danach zwar tonangebend bleibt, sich gegen clevere Heimstettner aber keine Chancen erarbeitet, geht es mit einem 2:1 in die Pause.

Im zweiten Durchgang verteidigt der SVH dann zunächst geschickt die Führung, ehe ein missglückter Abschlag von Torwart Maximilian Riedmüller den Ausgleich von Mathias Fetsch einleitet. Das 3:2 von Manuel Stiefler fällt dann nach einer Ecke und löst heftige Proteste bei den Gästen aus, die ein Foul in dieser Szene gesehen haben. Doch nach kurzer Diskussion mit seinem Assistenten gibt der Schiedsrichter den Treffer, ehe kurz darauf die Heimstettner Niederlage besiegelt ist.

Quelle: FuPa


SpVgg Unterhaching – SV Heimstetten 3:2 (1:2)

SVH: Riedmüller, Sabbagh (75. Fambo), Rosina, Günzel, Sengersdorf, Micheli (67. Müller), Awata, Zander, Riglewski, Tunc, Vrenezi

Tore: 0:1 Riglewski (10.), 1:1 Mashigo (21.), 1:2 Awata (32.), 2:2 Fetsch (66.), 3:2 Stiefler (80.)

Schiedsrichter: Elias Wörz (TSV Friesenried) – Zuschauer: 1750

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