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Mit dem 3:1-Auswärtserfolg beim bis dato ungeschlagenen 1. FC Nürnberg II sorgte der TSV 1860 Rosenheim am vergangenen Spieltag zweifelsohne für eine dicke Überraschung. Trainer Thomas Kasparetti war in der Woche nach dem Coup vor allem darauf bedacht, auf die Euphoriebremse zu treten: “Wenn man das Wochenende erfolgreich gestaltet hat, neigt man vielleicht dazu, etwas nachzulassen.” Da das Team in der aktuellen Spielzeit nach Siegen immer verlor, ging der TSV-Coach “mahnend” durch die Trainingswoche, in welcher “die Jungs sehr fokussiert an die Sache rangegangen sind. Deswegen bin ich frohen Mutes, dass wir mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegen Heimstetten gehen.” Der Gegner steht zwar aktuell mit nur drei Punkten aus fünf Spielen auf dem letzten Tabellenplatz, unterschätzt wird der Gast aus dem Münchner Landkreis aber keineswegs: “Heimstetten ist nicht so gut in die Saison gestartet, kommt aber nun immer mehr ins Rollen. Sie haben Qualitäten im Kombinationsspiel, sind mutig und wollen ihr Spiel von hinten raus durchziehen. Man sieht ihre gute Spielanlage. Wir müssen kompakt stehen und uns was einfallen lassen, um sie nicht in ihren Spielfluss kommen zu lassen.”

Personalien TSV 1860 Rosenheim: Matthias Heiß wird noch drei Wochen verletzt fehlen, bei Adel Merdan “wird´s nicht mehr lange dauern” , was Kasparetti nach neun Monaten Zwangspause für den 20-Jährigen natürlich freut. Bruno Ferreira Goncalves kehrt nach Knöchelbruch am Freitagabend zurück ins Aufgebot.

Christoph Schmitt stimmt der Einschätzung seines Rosenheimer Pendants zu, was die Entwicklung seiner Mannschaft angeht: “Im Grunde genommen haben wir uns von Woche zu Woche gesteigert. Man sieht, dass sich die Jungs nach dem großen Umbruch und der zerpflückten Vorbereitung, in der hier und da Spieler urlaubs- oder verletzungsbedingt fehlten, immer mehr finden. Die Automatismen greifen besser und sie verstehen sich auf dem Platz besser”, lobt der Trainer seine Mannschaft. Mit dem Auftritt bei der knappen 2:3-Niederlage in Schweinfurt war der 33-Jährige, bis auf das Ergebnis, zufrieden: “Alles, was wir uns vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Nur das Resultat hat nicht gestimmt.” Rosenheim schätzt Schmitt nicht nur durch das “Ausrufezeichen” in Nürnberg stark ein: “Sie haben es davor auch schon sehr ordentlich gemacht. Wir wissen um ihre Stärken und haben großen Respekt.Trotzdem wollen wir an unsere Spielweise anknüpfen und wie in Schweinfurt mutig agieren.” Die größte Schwäche hat der SVH in der aktuellen Spielzeit beim Verteidigen gegnerischer Standardsituationen. Sieben von elf Gegentreffen resultierten aus ruhenden Bällen: “Da haben wir bisher nicht gut agiert und müssen nachlegen. Wir werden versuchen, die Standards besser zu klären.”

Personalien SV Heimstetten: Moritz Hannemann, der “in Schweinfurt ein sehr gutes Spiel machte”, fehlt am Freitagabend studienbedingt. Daniel Steimel befindet sich nach wie vor im Aufbautraining. Dazu wird Manuel Duhnke mit Muskelfasserriss noch gut zwei Wochen ausfallen. Carl Weser (Außenbandriss im Knie) muss noch lange pausieren.

TOP FAKTEN ZUM SPIEL

  •  In der vergangenen Spielzeit konnte der SV Heimstetten beide Duelle für sich entscheiden (1:0 und 2:0). 
  • SVH-Schreck? Insgesamt 7 Tore konnte Rosenheims Danijel Majdancevic gegen Heimstettenerzielen. 
  • Wird die Serie unterbrochen? Nach Siegen setzte es für den TSV 1860 Rosenheim in dieser Saison immer eine Pleite.

Meinung zum Spiel von Trainer Christoph Schmitt:

“Bis auf das Ergebnis ging gegen Schweinfurt alles, was wir uns vorgenommen haben, auf. Wir steigern uns nach der zerpflückten Vorbereitung von Spiel zu Spiel, die Automatismen greifen besser. Rosenheim hat ein Ausrufezeichen gesetzt, wir wissen um ihre Stärken. Wir haben großen Respekt, werden aber versuchen, an unsere Spielweise anzuknüpfen.”

Quelle: www.fupa.net ( https://www.fupa.net/berichte/regionalliga-bayern-schalding-vs-schweinfurt-fcm-will-kleebl-2441519.html )

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