SVH lässt Siegchance in letzter Sekunde liegen – 1:1 gegen Schwaig
Der SV Heimstetten hat im ATS Sportpark zwei Punkte liegen lassen. Beim 1:1 gegen den FC Sportfreunde Schwaig vergab Lukas Riglewski in der Nachspielzeit unglücklich die Riesenchance auf den Siegtreffer.
Nur Sekunden, bevor der Schiedsrichter die Partie beendet, landet der Ball nahe dem Elfmeterpunkt bei Riglewski. Frei vor dem Tor hat der Co-Spielertrainer beim Stand von 1:1 plötzlich die große Möglichkeit, seinen Doppelpack zu schnüren, seine Saisonbilanz auf 18 Treffer auszubauen – und sein Team in letzter Sekunde zum Sieg zu schießen. Doch im Duell mit dem Torwart zieht der Angreifer den Kürzeren. Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff, und das kollektive Aufstöhnen im Sportpark besiegelt ein Remis, das sich für den SVH wie zwei verlorene Punkte anfühlt.
„Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen“, bilanziert Trainerin Sarah Romert nach der Partie. Schließlich habe ihre Mannschaft bereits vor Riglewskis Chance in der Nachspielzeit mehrere Möglichkeiten auf den Führungstreffer gehabt. Gleichzeitig spart die 30-Jährige nicht mit Kritik: „In der ersten Halbzeit hatten wir null Energie auf dem Platz. Und so kann man sich am Ende nicht beschweren, wenn es nur zu einem Unentschieden reicht.“
Tatsächlich verlieren die Heimstettner nach schwungvollen Anfangsminuten schnell den Faden. Ab etwa der zehnten Minute wirkt der Gastgeber ungewohnt lethargisch. Zwar hat der SVH gegen extrem defensiv eingestellte Gäste deutlich mehr Ballbesitz, doch zahlreiche Fehlpässe und mangelndes Tempo verhindern jede echte Torchance.
Ganz anders die Gäste aus Schwaig: Auch ohne längere Ballbesitzphasen sorgen sie mit langen Bällen – häufig geschlagen von Torhüter Felix Thiel – immer wieder für Gefahr im Heimstettner Strafraum. SVH-Keeper Moritz Knauf kann zunächst noch parieren, ist in der 36. Minute aber machtlos, als Felix Günzel einen sehenswerten Distanzschuss zur 0:1-Führung im Netz unterbringt.
Kurz vor der Pause hat Heimstetten die große Möglichkeit zum Ausgleich. Kapitän Daniel Steimel kommt aus spitzem Winkel zum Abschluss, scheitert jedoch am Gästetorwart. So geht der SVH mit einem Rückstand in die Kabine.
Dort findet Romert offenbar die richtigen Worte. Nach dem Seitenwechsel zeigt der SVH ein deutlich anderes Gesicht. „Auf einmal war viel mehr Tempo und Bewegung drin“, lobt die Trainerin. Der verdiente Lohn folgt in der 54. Minute: Riglewski nimmt Maß und schlenzt den Ball sehenswert zum 1:1 in die Maschen.
In der Schlussphase drängt Heimstetten auf den Sieg. Mehrere gute Möglichkeiten bleiben jedoch ungenutzt – bis zur dramatischen Szene in der Nachspielzeit. Doch auch Riglewskis letzte Chance findet nicht den Weg ins Tor. So bleibt es beim 1:1 – und bei der Erkenntnis, dass für den SV Heimstetten an diesem Nachmittag deutlich mehr möglich gewesen wäre.
