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Heimstetten verspielt den ersten Heimsieg spät

Der SV Heimstetten hat am dritten Spieltag der Bayernliga Süd seinen ersten Punkt der Saison eingefahren. Beim 1:1 gegen den TuS Geretsried sorgte Torhüter Fabian Scherger bereits nach vier Minuten mit einem spektakulären Treffer aus rund 70 Metern für einen außergewöhnlichen Fußballmoment.

Vor rund 250 Zuschauern im ATS Sportpark nahm die Partie früh Fahrt auf. Nach einer etwas zu kurzen Rückgabe von Fabian Cavadias musste Scherger weit aus seinem Tor eilen und schlug den Ball entschlossen nach vorne. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Befreiungsschlag aussah, entwickelte sich zu einem Traumtor: Der Ball flog über den weit aufgerückten Geretsrieder Schlussmann hinweg und senkte sich direkt zum 1:0 ins Netz. (Das Tor im Video)

Die frühe Führung verlieh dem SVH jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Die Gäste präsentierten sich über weite Strecken engagierter, zweikampfstärker und bestimmten zunehmend das Spielgeschehen. Heimstetten tat sich dagegen schwer, den eigenen Rhythmus zu finden und konnte nur selten gefährliche Offensivaktionen kreieren. Trainerin Sarah Romert musste zudem auf mehrere wichtige Spieler verzichten. Immerhin kehrte Fabian Cavadias nach seiner Verletzungspause in die Startelf zurück, musste allerdings aufgrund erneuter Beschwerden bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Trotz der spielerischen Vorteile der Gäste verteidigte Heimstetten die knappe Führung lange Zeit mit großem Einsatz. Die beste Gelegenheit zur Vorentscheidung hatte David Leitl nach knapp einer Stunde, als sein Abschluss aus rund 14 Metern das Tor nur knapp verfehlte.

In der 74. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Nach einem Ballverlust des SVH schaltete Geretsried schnell um. Anastasios Karpouzidis nutzte den Konter konsequent und schob den Ball aus etwa 20 Metern am herausgeeilten Fabian Scherger vorbei zum 1:1 ins leere Tor. Bis zum Schlusspfiff gelang keinem der beiden Teams mehr der entscheidende Treffer. So stand am Ende eine Punkteteilung, mit der beide Mannschaften ihre ersten Zähler der noch jungen Saison verbuchten.

Sarah Romert ordnete das Ergebnis nach der Partie gegenüber FuPa realistisch ein: „Insgesamt war es für uns ein glücklicher Punkt. Geretsried war sehr giftig, hatte mehr vom Spiel und wollte es heute zu hundert Prozent. Wir haben uns schwer getan, zu unserem Spiel zu kommen.“

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