Turbulentes Kräftemessen in Landshut
Was für ein Abend am Hammerbach! Der SV Heimstetten holt sich nach einem turbulenten Spiel gegen die SpVgg Landshut den neunten Zähler der Bayernliga-Saison. Im anschließenden Duell vom Punkt, für die Toto Pokal-Qualifikation 2027/28, behielten die Hoaschdenger anschließend die Nerven.
Der SV Heimstetten erwischte einen guten Start und war in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. Nach ersten Annäherungen dauerte es bis zur 17. Minute, ehe die Gäste erstmals jubeln durften: Dominique Girtler setzte sich im Zentrum gut durch und legte den Ball quer auf Lukas Riglewski. Der Co-Spielertrainer und Rekordspieler des SVH fasste sich aus rund 18 Metern ein Herz und traf präzise ins rechte Eck – 1:0 für Heimstetten.
Auch in der Folge hatte der SVH das Geschehen über weite Strecken im Griff. Landshut versuchte vor allem über Standards und lange Bälle zum Erfolg zu kommen, doch die Heimstettener Defensive stand zunächst sicher.
Platzverweis bringt die Partie ins Wanken
In der 38. Minute nahm die Partie jedoch eine entscheidende Wendung. Reza Sakhi Zada sah nach einem weiteren Foulspiel die Gelb-Rote Karte, sodass der SV Heimstetten fortan in Unterzahl agieren musste.
Die Hausherren nutzten die Überzahl sofort aus. Nur zwei Minuten später fand eine Flanke aus dem Halbfeld den Weg durch die Heimstettener Defensive, sodass Kenneth Sigl zum 1:1 einschieben konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff kam es noch schlimmer: Nach einem Foul im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Tobias Steer trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:1 für Landshut.
Trotz Unterzahl zeigte der SVH nach dem Seitenwechsel Moral. Mit Cedric Ildas und Pirmin Lindner kamen zur zweiten Halbzeit zwei neue Kräfte in die Partie.
Vochatzer sorgt für den Ausgleich
In der 64. Minute belohnte sich Heimstetten für den engagierten Auftritt. Ein Fehler in der Landshuter Hintermannschaft wurde eiskalt ausgenutzt. Torhüter Daniel Mühl stand weit vor seinem Tor und Vitus Vochatzer erkannte die Situation sofort. Aus rund 16 Metern schoss er den Ball ins leere Gehäuse und stellte auf 2:2.
Wenig später wurde die personelle Situation wieder ausgeglichen: Auch Landshut musste nach der Gelb-Roten Karte für Robin Oswald ab der 72. Minute mit zehn Spielern auskommen.
Die Schlussphase entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch. In der 77. Minute ging die SpVgg erneut in Führung. Martin Stoller traf bei der ersten Landshuter Torchance der zweiten Halbzeit zum 3:2.
Doch der SVH hatte erneut die passende Antwort parat. Nur fünf Minuten später war es Dominique Girtler, der nach einer starken kämpferischen Leistung der Mannschaft den erneuten Ausgleich erzielte. Sein zweites Saisontor bedeutete das 3:3.
In der Schlussphase fiel trotz weiterer intensiver Minuten kein weiterer Treffer. Nach 90 Minuten stand es somit 3:3 – und weil die Partie gleichzeitig für die Toto-Pokal-Saison 2027/28 gewertet wird, musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.
Heimstetten behält vom Punkt die Nerven
Dort bewiesen die Hoaschdenger starke Nerven. Für den SV Heimstetten trafen zunächst Pirmin Lindner, Dominique Girtler, Robin Penski und Moritz May. Auf Landshuter Seite verwandelten Martin Stoller, Tobias Steer und Alexander Hagl, während Lucas Biberger seinen Versuch über das Tor setzte.
Beim Stand von 3:4 aus Landshuter Sicht trat Vitus Vochatzer als fünfter Schütze für den SVH an – und verwandelte sicher.
Damit war die Entscheidung gefallen: Der SV Heimstetten setzt sich im Elfmeterschießen durch und nimmt am Toto-Pokal 2027/28 teil.
Und lange Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Bereits am kommenden Freitag wartet im ATS Sportpark das nächste Highlight auf die Hoaschdenger. Im Flutlichtspiel empfängt der SV Heimstetten den FC Deisenhofen zum Landkreis-Derby.
Zu den Highlights: SpVgg Landshut – SV Heimstetten
