SV Heimstetten kassiert bittere Heimniederlage in letzter Sekunde
Der SV Heimstetten hat im Spitzenspiel gegen den SV Kirchanschöring eine bittere und vor allem unnötige Niederlage hinnehmen müssen. Trotz zahlreicher hochkarätiger Möglichkeiten und einer dominanten zweiten Halbzeit standen die Gastgeber am Ende mit leeren Händen da – und das aufgrund weniger entscheidender Minuten in der Schlussphase.
Noch in der 88. Minute lag der Sieg förmlich in der Luft: Ikenna Ezeala kam beim Stand von 2:2 frei zum Abschluss, doch sein Versuch wurde im letzten Moment abgeblockt. Es war eine von vielen Chancen im zweiten Durchgang, die der SVH ungenutzt ließ – ein Umstand, der sich kurz darauf bitter rächen sollte.
„Es ist Wahnsinn, dass wir dieses Spiel verlieren“, zeigte sich Trainerin Sarah Romert nach Abpfiff am FuPa-Mikrofon sichtlich enttäuscht. „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht und uns zahlreiche Möglichkeiten erarbeitet. Am Ende hat uns aber die letzte Konsequenz im Abschluss gefehlt.“ Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend für Heimstetten. Mit breiter Brust aus einer Serie von neun ungeschlagenen Spielen startete der SVH offensiv und kam früh durch Ezeala zur ersten Gelegenheit. Das erste Tor fiel jedoch auf der Gegenseite: David Rosenstatter brachte die Gäste nach acht Minuten in Führung.
Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später glich Dominique Girtler zum 1:1 aus. Doch erneut schlug Kirchanschöring zu: Kapitän Manuel Omelanowsky stellte nach rund 20 Minuten auf 1:2. In dieser Phase fehlte es Heimstetten laut Romert an der nötigen Energie. Nach dem erneuten Rückstand fand der SVH jedoch zurück ins Spiel. Kapitän Daniel Steimel sorgte für den Ausgleich zum 2:2 und leitete eine starke Phase ein. Beinahe wäre noch vor der Pause die Führung gelungen: Vitus Vochatzer traf nur die Latte, wenig später verfehlte auch René Rüther das Ziel knapp.
Nach dem Seitenwechsel dominierte Heimstetten das Geschehen klar. „Es war im Grunde ein Spiel auf ein Tor“, so Romert. Doch weder Steimel (69.) noch Lukas Riglewski (77.) konnten den starken Gästetorwart Egon Weber überwinden.
So kam es, wie es im Fußball oft passiert: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. In der Nachspielzeit unterlief Cedric Ildas eine unglückliche Aktion, als eine Kopfball-Rückgabe zu kurz geriet. Der eingewechselte Sebastian Dengler reagierte am schnellsten und erzielte in der 91. Minute den entscheidenden Treffer zum 2:3. Ein Spiel, das der SV Heimstetten über weite Strecken im Griff hatte, endete somit in einer bitteren Niederlage – und einer Erkenntnis, die an diesem Tag besonders schmerzhaft war: Effizienz vor dem Tor bleibt der Schlüssel zum Erfolg.
