SVH hält auch Pipinsried in Schach und verpasst spät den Lucky Punch
Der SV Heimstetten hat sich im Heimspiel gegen den FC Pipinsried mit einem 0:0 begnügen müssen. In einer intensiven, phasenweise zähen Partie ließ das Team von Sarah Romert defensiv wenig zu, blieb auch spielerisch ihrer Linie treu und war in der Schlussphase dem Siegtreffer sogar näher als die Gäste.
Es war kein Nachmittag für ein Offensivspektakel, aber einer, der dennoch viel über das Team aussagt. Gegen einen Gegner, der wirtschaftlich und personell ganz anders aufgestellt ist, entwickelte sich das erwartet intensive Bayernliga-Spiel mit wenig Räumen, vielen Zweikämpfen und jeder Menge Arbeit gegen den Ball. Genau in solchen Partien zeigt sich aber auch, was den SV Heimstetten aktuell auszeichnet: Disziplin, Geschlossenheit und der Wille, bis zum Schluss an den einen entscheidenden Moment zu glauben.
Die erste große Szene gehörte zunächst den Gästen, als Jaroud Kanze früh nur das Lattenkreuz traf. Der SVH antwortete jedoch prompt: Luka Arslan zog sehenswert ab, doch Pipinsrieds Keeper Enrique Bösl lenkte den Ball noch über die Latte. Danach nahm die Partie genau den Verlauf, den torlose Spiele oft nehmen: viel Kampf, viele zweite Bälle, viele Standardsituationen und nur wenige klare Abschlüsse.
Bemerkenswert war dabei vor allem, dass der SV Heimstetten trotz personeller Ausfälle ihrer Linie treu geblieben sind. Die Hoaschdenga Jungs versuchten immer wieder, das Spiel mit Ballbesitz zu kontrollieren, von hinten heraus sauber und flach aufzubauen und spielerische Lösungen zu finden. Auch wenn nicht jede Aktion gelang, war die Spielidee klar erkennbar.
Besonders erfreulich war zudem, dass erneut mehrere sehr junge Spieler Verantwortung übernommen haben. Mit Emil Titze, Cedric Ildas und Robin Penski kamen gleich drei aktuell noch U19-spielberechtigte Spieler zum Einsatz. Titze und Ildas standen dabei sogar über die komplette Distanz von 90 Minuten auf dem Platz. Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Verein seinen Weg konsequent geht und jungen Spielern früh Verantwortung im Herrenbereich überträgt.
Nach der Pause erhöhte Pipinsried zwar den Druck und kam zu einigen Standards, wirklich brenzlig wurde es für die Gastgeber aber nur selten. Das Team von Sarah Romert verteidigte aufmerksam, blieb als Mannschaft kompakt und hielt das Zentrum konsequent dicht. Gerade in dieser Phase war zu sehen, dass die Mannschaft als Einheit auftritt und füreinander arbeitet.
In der Schlussphase war der SVH dann sogar näher am Lucky Punch. In der 92. Minute kam der Ball zu Ikenna Ezeala, der aus rund 18 Metern abzog, das Außennetz aber nur knapp verfehlte. So blieb es am Ende beim 0:0. Es war sicher kein Spiel für die große Highlight-Sammlung, aber eines, das gezeigt hat, dass der SV Heimstetten stabil steht, eine klare Idee hat und auch gegen einen ambitionierten und starken Gegner absolut bestehen kann.
Wer dieses Spiel nur über das Ergebnis bewertet, greift zu kurz. Denn auch ohne Tore war zu sehen, wofür der SV Heimstetten steht: eine junge Mannschaft, Mut zum Fußballspielen, Vertrauen in den eigenen Nachwuchs und ein klarer Weg, den der gesamte Verein konsequent weitergeht.
Zu den Highlights: SV Heimstetten – FC Pipinsried
