Unsere Erste Mannschaft

SVH hält auch Pipinsried in Schach und verpasst spät den Lucky Punch

Es war kein Nachmittag für Fußball-Feinschmecker, aber einer, der durchaus seinen eigenen Reiz hatte. Heimstetten traf auf einen unangenehmen Gegner, der schon im Vorfeld als hartnäckige Aufgabe erwartet worden war – und genau das bestätigte sich im ATS Sportpark. Beide Mannschaften schenkten sich wenig, arbeiteten intensiv gegen den Ball und machten die Räume im Zentrum konsequent eng. So entwickelte sich früh ein Spiel, in dem jeder Vorstoß, jeder zweite Ball und jedes Duell hart erarbeitet werden musste. 

Die erste echte Schrecksekunde gehörte den Gästen: Jaroud Kanze traf in der Anfangsphase nur das Lattenkreuz. Der SVH antwortete aber prompt – und durchaus sehenswert. Luka Arslan zog wuchtig ab, doch Pipinsrieds Keeper Enrique Bösl lenkte den Ball noch über die Latte. Danach nahm die Partie genau den Verlauf, den torlose Spiele oft haben: viel Kampf, viele Standards, wenig klare Abschlüsse. Unser Liveticker brachte es nach 25 Minuten treffend auf den Punkt: eine Torchance auf jeder Seite, ansonsten viel Gleichgewicht im Mittelfeld. 

Auch nach der Pause blieb es eng. Pipinsried kam mit mehr Druck aus der Kabine, brachte mit Fabian Benko neue Impulse und sammelte kurz nach Wiederbeginn mehrere Eckbälle. Wirklich brenzlig wurde es für den SVH dabei aber nicht, weil Moritz Knauf aufmerksam blieb und die Defensive um Fabian Cavadias stabil arbeitete. Auf der anderen Seite zeigte Heimstetten immer wieder gute Ansätze, fand im letzten Drittel jedoch zu selten die entscheidende Lücke. Dass mit Kubilay Celik ein ehemaliger Heimstettener später für Pipinsried aufs Feld kam, gab der Partie zusätzlich noch eine kleine emotionale Note. 

In der Schlussphase hatte der SVH dann doch noch den einen Moment, der so einem Spiel eine ganz andere Erzählung gegeben hätte. In der 92. Minute landete der Ball über mehrere Stationen bei Ikenna Ezeala, der sich aus rund 18 Metern ein Herz fasste. Sein Schuss strich jedoch nur ans Außennetz – es war die größte Heimstettener Chance auf den späten Lucky Punch. Kurz darauf wurde es noch einmal hitzig, Ezeala sah nach einer Rangelei Gelb, ehe Heimstetten die letzten Pipinsrieder Standards konsequent wegverteidigte. So blieb am Ende ein 0:0, das zwar keine Schlagzeilen produziert, aber einen weiteren Punkt im oberen Tabellenfeld sichert. Heimstetten steht nun bei 40 Zählern. 

Kein Spektakel, kein Torreigen – aber ein Auftritt, der gezeigt hat, dass der SVH auch an weniger glanzvollen Tagen stabil bleibt und bis zur letzten Minute an den entscheidenden Moment glaubt. 

Zu den Highlights: SV Heimstetten – FC Pipinsried

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